ju näht 2018/19/20

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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon ju_wien » 11.11.2020 10:06

Die versprochene Übersicht der Schnittteile:

NewLookN6685-kl.jpg


Der lange Schleifenteil ist am rechten Vorderteil angeschnitten. Der als "Collar 4" bezeichnete Streifen wird am Rücken als Stehkragen angesteppt und innen angenäht, der vorne überstehende Teil wird verstürzt und dann zu einer Schlaufe geformt (innen mit Handstichen befestigt).

Bei den Ärmeln ist das Bündchen zwischengefasst, die Enden stehen über und werden verstürzt. (Das weicht von der technischen Zeichnung ab, wo es so aussieht, als wären die überstehenden Enden extra angesetzt.)
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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon insa-ana » 12.11.2020 20:22

So habe ich mir das vorgestellt. Nur oben am Halsausschnitt hätte ich am rechten Vorderteil keine Eckr sondern eine Kurve gemacht.
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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon ju_wien » 14.11.2020 10:02

Ich glaube, die Ecke ist dort, weil der Stehkragen vom Rückenteil dort angesetzt wird, muss ich mir aber erst genauer anschauen.

Ich habe eben den Tisch abgeräumt, Jerseyreste wieder zusammengerollt und in die Box geschlichtet - und der Deckel ist weg. Einfach verschwunden *glotz* Das Ding ist zwar transparent, aber eigentlich nicht unsichtbar und fast einen halben Meter lang.

Kaffeepause. Dann muss ich noch einkaufen gehen und dann werde ich schauen, ob er sich wieder hervor wagt.

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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon ju_wien » 04.12.2020 09:57

Ooops, Thread in der Versenkung verschwunden. Der Deckel ist auch noch nicht aufgetaucht (ich habe aber auch nicht speziell gesucht). Dafür habe ich am Sonntag beim Vorzimmeraufräumen einen verloren geglaubten Handschuh hinter einem Schemel und der Kiste mit dem Gartenwerkzeug gefunden. Gut, dass ich den unnötigen linken dazu nicht weggeschmissen habe :)

Ansonsten nützen diverse Geräte im Haushalt den Lockdown zum Kaputtwerden :(

Zuerst wurde eines der Modems nicht mehr sync. Ist zwar ein Businessanschluss mit entsprechendem Support, aber es ist natürlich am Samstagvormittag passiert und so einen Luxusservicelevel, dass die am Wochenende kommen, habe ich dann doch nicht. Also selbst herumprobiert und eines von den Modems in meinem Hardwaremuseum passend konfiguriert. Da ich das schon seit Jahren nicht mehr gemacht hatte, war ich einige Stunden beschäftigt. Dann habe ich per E-Mail Meldung an den Support erstattet und um gelegentlichen Modemtausch nach Ende des Lockdowns gebeten. Letzten Freitag bekam ich dann einen Anruf und wurde gefragt, ob mir ein Technikerbesuch am Montag passen würde. Jetzt habe ich ein nagelneues Modem.

Mein Kaffeeautomat hat in letzter Zeit auch immer wieder gesponnen. Manchmal behauptet er, dass der Kaffeebohnenbehälter leer ist, obwohl noch genug drinnen ist. In den letzten Tagen ist der Kaffee nur mehr langsam rausgetröpfelt und die Maschine wollte immer wieder "entlüftet" werden. Also habe ich einmal eine außerplanmäßige Entkalkung durchgeführt. Hat sie nicht beeindruckt. Adresse vom Servicebetrieb gegoogelt: der hat trotz Lockdown für Reparaturen offen, ist allerdings nicht gleich um's Eck (Straßenbahn, U-Bahn, dann noch ein Stück zu Fuß). Das tu ich mir normalerweise schon nicht allzu gern an, aber derzeit möchte ich lange U-Bahnfahrten wirklich vermeiden. Da die Maschine inzwischen gar keinen Kaffee mehr ausspucken wollte, ganz, ganz gründlich gereinigt, Brühgruppe über Nacht eingeweicht und dann noch einmal gründlich gespült, alle erreichbaren Dichtungsringe mit Silikon geschmiert und jetzt kommt wieder ein bisschen was durch. Ich habe grad noch ein paar leere Kaffeetassen durchlaufen lassen und dann noch eine Entkalkung gestartet. Schaut aber schon besser aus und vielleicht kann ich das Service so lange rausschieben, bis mich eine Freundin mit dem Auto hinführen kann.

Drittes Ding das hin wurde, war die Deckenlampe im Gäste-/Nähzimmer. "Pflutsch" und dunkel. Glühbirne austauschen ist ja nicht das Drama, wenn ich einmal Platz für die Leiter geschaffen habe. (Der große schwere Tisch steht unter der Lampe.) Aber es gab trotzdem kein Licht. Also ist die Sicherung vom Dimmer mit geflogen. Versucht, mich daran zu erinnern, wie der Dimmer aufgeht Hint: nicht die Deckplatte abhebeln, sondern den Knopf abziehen. Danach kann man die Deckplatte abschrauben. Dahinter sieht man ein kleines Plastikteil mit der Beschriftung "Sicherung". Wenn man das rauskletztelt, hält man die Glasröhrchensicherung in der Hand. Aber die gibt es nicht im Lebensmittelhandel und Elektrogeschäfte haben zu. Also ins Vorzimmer gelegt, damit ich gleich nach Lockerung des Lockdowns zum Elektriker marschieren kann. Und mich mehrmals am Tag geärgert, weil ich im Dunklen natürlich immer in den offenen Schalter neben der Türe gegriffen habe *drama* Heute früh ist mir dann eingefallen, dass ich eine kleine Schuhschachtel mit speziellen Elektroinstallationsersatzteilen aus der Anfangszeit in der Wohnung (späte 1970er Jahre) habe. Da drinnen fand sich tatsächlich ein zusammengerollter Paragonzettel mit vier solchen Sicherungen drinnen. Also eine in den Dimmer eingesetzt und er funktioniert wieder. Ich habe Licht *thumb*

Nähen werde ich heute trotzdem nicht, aber Kürbiskernkipferl backen *cookie* Der Teig liegt schon im Kühlschrank.
Da aller guten Dinge drei sind, könnten die Defekte ja jetzt bitte vorbei sein?

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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon ju_wien » 05.12.2020 09:13

Noch kein Ende der Pannenserie :( Wollte nur den Akku für die Küchenwaage holen, den ich über Nacht aufgeladen hatte. Dazu Licht eingeschaltet. Zack. Dunkel. Diesmal die Deckenlampe im Schlafzimmer, die auch die Sicherung im Dimmer und die Sicherung im Sicherungskasten mitgenommen hat. Also dunkel in der Hälfte der Wohnung. Vorzimmersicherung wieder raufgedrückt, versucht, die Uhr vom Backofen wieder einzustellen. Kaffeeautomat, der mitten im Kaffeemachen stromlos wurde, wieder gestartet.

Langsam daran erinnert, bei welcher Gelegenheit die Sicherung geflogen ist. Richtig, der Akku von der Küchenwaage. Geholt und eingesetzt. Die Erdäpfel für das neue Lebkuchenrezept abgewogen und zugestellt. Bei der Gelegenheit gesehen, dass die Schaltuhr vom Backofen nicht ganz normal aussieht. Also nach der Website vom Hersteller gesucht und dort tatsächlich eine Anleitung gefunden. Uhr noch einmal eingestellt und jetzt zeigt sie die Uhrzeit an und lässt sich als Schaltuhr programmieren.

Wieder die Schachtel mit den Elektrosachen geholt. Jetzt weiß ich wenigstens schon, dass da die Reserve Glasröhrchensicherungen für die Dimmer drinnen liegen :) Noch einen Kaffee getrunken und gewartet, dass es ein bisschen heller wird, damit ich sehe, wo ich mit dem Schraubendreher herumfummle und wo die stromführenden Kabel sind. Außerdem habe ich auf dem Zwischenboden, wo die Elektrozeugschachtel aufbewahrt ist, auch eine große Schachtel mit Weihnachtsdeko stehen. Die also hervorgeholt und diversen Lichterkette ausgegraben. Zwei Schaltuhren gefunden und die Beleuchtung über die Fensterkisteln drapiert.

Dimmersicherung ausgetauscht und rausgefunden, welche von 2 Deckenleuchten hinüber ist. Die rausgeschraubt, damit ich nächste Woche eine Ersatzlampe kaufen kann (das sind so Deckenstrahler, die man nur im Fachhandel kriegt).

Die Kaffeemaschine zickt noch immer und will nach jedem zweiten Häferl entlüftet werden, aber immerhin gewährt sie mir gelegentlich auch gnädig einen Kaffee :) Das Service wird also nicht endlos lang verschiebbar sein.

Dies alles zum Thema, dass man nach Ende des Lockdowns nicht gleich die Geschäfte stürmen soll *hehe*

Und: wie soll man da bitte zum Nähen kommen?

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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon ju_wien » 05.12.2020 13:47

Wenn ich denn Nähinspirationen bekomme, dann garantiert welche, wo ich mir Kopfzerbrechen einhandle:

Dieser Strickstoff hat laut Beschreibung einen Rapport von 55 cm. Wie muss ich da die Teile für einen Pullover oder Sweater in Gr. 40/42 für eine über 1,70 große Person auflegen, damit kein Hirschgulasch draus wird?

Ansonsten werde ich am Montag in der Früh gleich einmal los starten, denn zwischen den Kindersachen habe ich ein paar Jerseys mit Weihnachtsmotiven erspäht, die in den Onlineshops schneller weg waren als ich überlegen konnte. Daraus sollen 2-3 Schlauchschals werden, die man je nachdem auch als Mundnasenschutz tragen kann oder als Haube, Stirnband usw.

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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon insa-ana » 05.12.2020 17:05

55cm ist kein günstiger Rapport bei über 170cm kannst vermutlich von einer Länge von 60cm ausgehen, exklusive Bündchen. Das heißt immer die doppelte Länge für Vorder-, Rückenteil und Ärmel kaufen. Sonst das Bündchen breiter machen oder noch einen Streifen einsetzen damit du auf die Länge kommst.
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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon ju_wien » 05.12.2020 18:18

Ja, ich denke auch, dass ich mir den Stoff aus dem Kopf schlagen sollte. Lange Ärmel gehen sich mit 55 cm ja auch nicht aus. Teilungsnähte und Passen sind in Strickstoff selten schön. Ich könnte höchstens die Bordüre ca. in Magenhöhe anordnen. Dann brauche ich aber für jeden Teil 2 Rapporte und habe jede Menge Verschnitt. (Der Stoff ist eh nur 110 breit, ich würde also auch ohne Muster schon mindestens 1,30 - 150, für einen üppigen Rollkragen auch mehr, brauchen.)

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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon ju_wien » 11.12.2020 06:52

Habe ich eben wieder bei Durchsicht meiner offenen FF-Tabs gefunden https://www.theshapesoffabric.com/2020/ ... echniques/ - Insa-ana, das wäre eine Herausforderung für dich :) Man muss nur genau überlegen, welches Material man wählt, denn Bügeln wird sicher "lustig" *angst*

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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon ju_wien » 11.12.2020 08:20

Auch vermeintlich ganz einfache Projekte haben ihre Tücken. Ich habe gestern einen Kuschelsweat mit Rentieren drauf (*) gekauft, um für eine Freundin einen warmen Schlauchschal für's Nordic Walken und Mountainbiken zu nähen. Streifen zusammennähen, säumen, fertig (nicht gedoppelt, da der Stoff innen so angenehm kuschelig ist).

Da ich die Säume mit der Covermaschine nähen möchte und das flach leichter und schöner geht als in der Runde, dachte ich mir, ich mache es wie in der Konfektion: zuerst säumen, dann erst die Naht schließen. Das setzt voraus, dass die Stoffkanten 100% gleich lang sind. Der gute Sweat gehört aber zu der Sorte, die man auf dem Tisch festtackern muss, damit er sich zuschneiden lässt, denn die Ränder rollen sich dauernd ein. Bügeln hilft dagegen nicht. Ich habe also eben einen 60 cm breiten "Papierschnitt" gezeichnet, den ich mit unendlich vielen Nadeln auf den Stoff stecken kann. Vor dem Säumen werde ich den Einschlag nicht nur bügeln, sondern heften.

Zufallserkenntnis der Aktion: Wenn man vor dem Aufzeichnen des Schnitts den IKEA-Tischläufer nicht weggeräumt hat, drückt sich das ripsartige Gewebe durch das Seidenpapier und man bekommt eine praktische Knickkante :D

(*) Dieses Motiv, aber auf dunkelgrünem Hintergrund und in einem anderen Laden noch lagernd gefunden https://lieblingsstuecke.at/ausverkauft ... weat?c=405

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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon ju_wien » 12.12.2020 09:52

Noch nichts genäht, aber trotzdem was geschafft :)

Bei IKEA gab es vor Jahren relativ stabile Rollwagen mit Metallgestell, einer flachen Schublade und weißen Einlagebrettern (die je nach Jahrgang aus Blech oder Kunststoff waren) und Haken an den Seiten, wo man Werkzeug und Becher befestigen konnte. Die sind schon länger nicht mehr im Sortiment, aber ich habe vor einigen Jahren zwei via willhaben erstanden, einen für's Nähzeug und den anderen für die Küche. IKEA hat aber bei den Einlagebrettern gespart, das untere Fach ist daher so hoch, dass über A4-Ordnern noch Luft ist. So große Gegenstände oder Aufbewahrungsboxen habe ich in der Küche nicht. Die große Küchenmaschine würde reinpassen, aber 20 cm über dem Fußboden arbeitet es sich nicht so toll. Ich habe daher immer wieder überlegt, wie ich ein zusätzliches Regalbrett schaffen könnte und wie ich das an dem Metallgestänge fixieren kann und habe das dann wieder verworfen, da zu kompliziert.

Während des Lockdowns habe ich auf der Website eines Geschirr- und Hausratladens, der diverse Markstände betreibt, nach einem Ersatz für meinen undicht gewordenen Spritzsack gesucht und Keksformen durchgeklickt (nicht, dass ich zu wenige hätte ;-)) Dabei entdeckte ich Ausrollhilfen zum Keksbacken: flache Holzleisten in unterschiedlicher Stärke, die man links und rechts vom Teig hinlegt und die als Anschlag für den Nudelwalker dienen. Bio- und wwi-zertifiziert und relativ teuer. Außerdem habe ich Bedenken, dass sich die Leisten bald verziehen, wenn man sie feucht reinigt. (Ähnliche gibt es für den Konditorbedarf aus Aluminium und noch viel teurer, die halten ewig, sind aber für normale Küchenarbeitsplätze zu lang.) Ich habe also auf den Baumarktwebsites nach dünnen Holzleisten gesucht - gibt es tatsächlich, kosten ein paar Cent, bei einem missglückten Versuch ist also nichts verloren. Dann habe ich gesehen, dass es 2 mm und 3 mm dicke Leisten auch aus Kunststoff gibt, die heißen "Flachstange" und gibt es in 1 m und 2,6 m Länge, zB https://www.obi.at/profile/flachstange- ... /p/9935511 - auch deutlich billiger als die Keksausrollleisten und problemlos waschbar. Ich habe die also in meine Merkliste für nach dem Lockdown eingetragen.

Als ich wieder einmal auf meinen Rollwagen starrte (dort liegen normal ganz unten Backbleche und darauf allerlei Zeug, das ich wegheben muss, wenn ich ein Backblech brauche), kam mir die Erleuchtung, dass der ja ca. 15 cm. oberhalb vom unteren Fach seitlich und hinten Verstrebungen hat, wobei die seitlichen mit den vertikalen Rohren verschweißt sind, also ziemlich stabil. Da könnte man ein Brett drauflegen, wenn ich es nach Maß zuschneide und an den Ecken Ausnehmungen für die vertikalen Rohre ausschneide.

Als ich meinen obi-Einkaufszettel zusammen stellte, dachte ich wieder an das Fach für den Küchenwagen und habe das Brett abgemessen, um mir dort endlich eines nach Maß zuschneiden und mit Umleimern versehen zu lassen.

Und dann bin ich noch einmal zu meinen vorhandenen Bastelschätzen marschiert und fand dort eine dünne, weiß beschichtete Platte, die als stabile Unterlage in einem Verpackungskarton für irgendein schweres Gerät (den HP Drucker/Scanner?) war und schon länger nur herumlehnte. Habe die geschnappt und ins Regal gehalten und sie passt in der Breite wie ausgemessen! In der Tiefe ist sie etwas kürzer, aber das störte mich nicht. Sie ist nur knapp 1 cm dick, da dachte ich mir, dass das Anbringen eines Umleimers etwas mühsam werden dürfte. Also andere Lösung suchen. Und da wurde ich bei den Kunststoffprofilen fündig, die ich für die Keksausrollleisten gesucht hatte: gibt es in U und L und noch einigen Querschnitten und ein U sah so aus, als würde es über meine Platte (8,5 mm dick) knapp aber doch passen. Dann dachte ich mir: wenn ich an den Seiten ein L-Profil anbringe, ragt das über das Gestänge und schützt gegen Verrutschen. Ich bin also gestern zum obi marschiert (0,7 km zu Fuß) und habe ein paar so Kunststoffleisten gekauft + 1 Sackerl Christbaumhaken, weil man die immer brauchen kann :D

Und - trara! Das hat annähernd so funktioniert wie ich es mir vorgestellt hatte *yeah*

Eigentlich wollte ich die Leisten schön "auf Gehrung" (wie Briefecken) schneiden, aber die U- und L-Profile sind ungleich dick, daher habe ich darauf verzichtet und sie husch-pfusch übereinander platziert und die L-Profile mit Doppelklebeband befestigt.

kuechenwagen.jpg


Unten Platz für die Backbleche (die übrigen sind in der Wohnung verteilt, da im Einsatz) und darüber für die großen Pfannen und sonstiges Zeug.

Jetzt muss ich nur mehr das restliche Werkzeug wegräumen und den Kaffee austrinken. Dann kann ich die Covermaschine für die Schlauchschalsäume einfädeln *vogelzeig* oder mich wieder ans Keksbacken machen. (Die 2- und 3-mm Flachstangen habe ich auch besorgt und jetzt gleich in die Hälfte gesägt.)
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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon insa-ana » 12.12.2020 15:43

Tolle Lösung, selbst ist die Frau! *thumb*
Ich befürchte der Kunststoff der Flachstangen ist nicht Lebensmittel echt. Buchenholzleisten dürften sich nicht werfen, so lange du es nicht länger in Wasser einlegst und auf der Heizung trocknest.
Keksformen kann man nie genug haben und Christbaumhaken brauch man immer :D
Zuletzt geändert von insa-ana am 12.12.2020 15:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon ju_wien » 12.12.2020 16:25

Die Schienen liegen ja nur während des Auswalkens kurz neben dem Teig, es wird nichts darauf oder darin gelagert. Da mache ich mir wegen lebensmittelecht oder nicht keine Sorgen. Diverse Holzkochlöffel und Bürsten mit Holzrücken die ich in den letzten Jahren gekauft habe, sind nach recht kurzer Zeit gerissen. Die von meiner Großtante geerbten sind noch immer tadellos (bis auf den einen oder anderen Brandfleck, weil sie am Pfannenrand zu nahe am Feuer waren). Aber solche Holzqualität bekommt man heute nicht mehr.

Ich habe nach dem Aufräumen tatsächlich die Coverlock eingefädelt. Dann hat sie mich geärgert >:-( Probenaht auf Probefleckerl: tadellos. Ich fange mit dem ersten Saum an dem Jersey an: linker Nadelfaden reißt. Aufgetrennt. Neu eingefädelt. Probefleckerl: tadellos. Ich beginne wieder mit dem Saum: rechter Nadelfaden reißt. Wieder aufgetrennt. Dann habe ich nach Einfädeln und Probenaht mit dem anderen Saum begonnen: hurra, sie ist mir wohlgesonnen *love2* gleich an der zweiten Seite fortgesetzt: Faden reißt wieder *GRRR*. Kaffee gemacht, weil das aufzutrennende Stück diesmal länger war. Beim nächsten Mal hat es dann funktioniert.

Einkaufen gegangen. Dann umgefädelt und umgestellt für Overlock. Zunächst sind mir die Nadeln rausgefallen. Glücklicherweise habe ich da nicht mit dem Motor genäht, sondern nur mit dem Handrad probiert. Nadeln neu reinmontiert, wieder eingefädelt, Probenaht. Sah gut aus. Den Streifen ausgemessen - 160 lang, da gehen sich (knapp) 3 Schlauchschals aus, also noch einmal gemessen, angezeichnet, ersten Schal abgeschnitten und in ausreichend Sicherheitsabstand vom Messer gesteckt. Hat soweit funktioniert, aber die Lagen haben sich am Anfang 2-3 mm verschoben *drama* Merkt außer mir keiner, aber ich gebe sowas doch nicht aus der Hand. Also Kaffee und auftrennen :) Dann habe ich neu gesteckt, mit der Nähmaschine geheftet und dann mit der Overlock genäht. Jetzt sieht es gut aus. Pause :)

Die nächsten 2 werde ich gleich vorher heften, damit ich mir das Auftrennen erspare.

Nebenbei: die modernen Stoffdruckfarben ziehen nicht in den Stoff ein, sondern bleiben ganz dünn an der Oberfläche. Dadurch werden feine bunte Muster möglich, ohne dass die Farben verschwimmen oder unscharf werden. Der Nachteil ist, dass bei jedem Nadelstich ein heller Punkt entsteht. Allzuviel auftrennen sollte man nicht.

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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon ju_wien » 14.12.2020 15:19

So, bei den drei Schlauchschals habe ich heute noch die Nahtzugaben ein Stück festgesteckt, damit sie nicht blitzen, die sind somit fertig. Und weil ich beim Umräumen auf 2 UFOs gestoßen bin und die Coverlock eh schon herumsteht, habe ich gleich noch bei zwei Trägerhemdchen die Spitzen abgetrennt und sie gesäumt. Die sind von einer Freundin, die sie mit breiten Spitzen gekauft hat, aber ohne haben wollte. Und ich habe das ewig vor mir hergeschoben, weil ganz dünner flutschiger Viskosejersey und keine Möglichkeit für Probenähte, da ich ja keine Stoffreste habe usw. War aber dann gar nicht so schlimm. Die kriegt sie jetzt als Überraschung in ihr Weihnachtssackerl :)

2020 genäht:

1. Kälteschutzsack für den Pfirsichbaum
2. Mundschutzmaske Schwarz-Weiß
3. Mundschutzmaske Türkis-Weiß
4. Zwei Mundschutzmasken Türkis-Weiß für Uschi und Toni
5. Sechs Mundschutzmasken Blau-Weiß für Uschi und Toni
6. bis nn Noch viele Mundschutzmasken (16 für Kinder, schwarze und weiße für die Friseurin und alle, die ich schon vergessen habe - insgesamt über 100)
7. Ärmellose Bluse aus schwarz gestreifter BW (als Maskenstoff gekauft). Burda 5/2020, Modell 115, Gr. 40.
8. Kurzarmbluse aus Rest von Nr. 7, Burda 5/2020, Modell 103, aber ohne Schößchen, Gr. 42. (Die Ärmel sind etwas eng.)
9. Saum von Gretes Kreuzstichtischtuch repariert
10. Alten, zerschlissenen Bademantel zerlegt und daraus 8 orgiginal 70er-Jahre vintage orangegelbe Geschirrtücher genäht.
11. Kräutersammelsackerl
12. Haube (Beanie), Burda accessoires HW 2020, Gr. L, aus Strickstoff- und Jerseyresten
13. - 15. Schlauchschals
16. 2 Viskoseshirts von M. gesäumt

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Re: ju näht 2018/19/20

Beitragvon ju_wien » 15.12.2020 10:31

Ich habe heute den Schnitt für den Pullover/Sweater mit dem weiten Rollkragen aus der Jänner-Burda rauskopiert https://www.burdastyle.de/produkt/magaz ... -012021-DL - Der Ausschnitt ist in Gr. 38 88 cm weit und wird mit Gummizug auf 84 cm eingehalten. Da er recht flach ist, endet er am äußeren Ende der Armkugel. Sowas ist bei Abendmodellen hübsch, aber wenig alltagstauglich, wenn einem das Dekollete bei jeder Bewegung auf den Oberarm rutscht - umso mehr, als das Modell insgesamt sehr weit - im 80er-Jahre-Stil - geschnitten ist. *vogelzeig* Ich werde also dann nach dem nächsten Kaffee versuchen, den Ausschnitt auf ca. 60 - 65 cm zu verkleinern (und die ausgestellten Ärmel etwas begradigen, da ich so ausgestellte Ärmel zwar mag, aber nicht in Strickstoff).

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