ju näht 2018/19

Plaudern, Erfolge, Niederlagen, Frust, Zwischenstände, Bilder von unfertigem, Hilfestellung, hier kann jeder sein eigenes Nähtagebuch führen, ganz wie jeder mag!
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Re: ju näht 2018

Beitragvon ichthys81 » 19.11.2018 21:01

DAS kenn ich! ;)

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Re: ju näht 2018

Beitragvon ju_wien » 20.11.2018 12:13

Wer nicht :)

Inzwischen habe ich die Schrägstreifen geschnitten und zusammengenäht, die Schürzentasche eingefasst und aufgesteppt, die Seiten- und Schulternähte geschlossen, die Verstärkungen aufgenäht und begonnen, den langen Schrägstreifen rund um die Schürze anzustecken.

Gestern war ich natürlich noch einmal beim Müller, um den weißen Stoff von Samstag "für alle Fälle" mitzunehmen (würde gut für eine Trachtenbluse passen). Rausgekommen bin ich dann mit 4 Stoffen: dem weißen (von dem ich nicht sicher bin, ob er wirklich BW ist, er greift sich irgendwie synthetisch an, schmilz aber nicht, sondern brennt), einem Fleece für einen warmen Morgenmantel, einem gemusterten BW-Stoff für eine Schürze oder Deko-Zeug und einem seidig glänzenden Synthetik-Crepe in Blautönen für irgendwas Abendliches.

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Re: ju näht 2018

Beitragvon ju_wien » 21.11.2018 15:02

Traraa! Die Schürze! 4217 war eine Übung in Schrägbandverarbeitung *hehe*

Nun bin ich am Überlegen, ob ich als nächstes aus dem restlichen Schürzenstoff ein Futter für meinen Einkaufskorb nähen soll oder aus dem am Montag gekauften Fleece einen warmen Morgenmantel. *sewing*

2018 genäht:

1. Viskoserock, gezogen mit Überrockbahn, Burda 3/2018, Modell 116, Gr. 38. (Stoff von Avik, Neulerchenfelderstraße, Neva Viscon Futter von Komolka)
2. Viskosebluse mit V-Ausschnitt und Schleifenkragen, Burda 3/2018 Modell 112, Gr. 38 (Stoff wie 1.)
3. Vorhang für Nähzubehörschränkchen
4. Osterhäschen
5. Gartentischtuch
6. Zwei Sitzpolsterüberzüge für den Garten (der 3. ist zugeschnitten und liegt irgendwo ...)
7. 3 gekaufte Hosen gekürzt
8. Einen Gürtel für die Wanderhosen genäht. Also genäht ist daran wenig, nur ein paarmal hin- und her, um die Schnallen am Gurtband zu fixieren. Das eigentlich Spannende ist immer, welches Ende man wo durchfädeln muss und in welcher Reihenfolge man die Schnallenteile aufzieht und befestigt, damit ein längenverstellbarer Gürtel draus wird.
9. Rucksackseitentasche modifiziert
10. Zwei Sitzpolsterüberzüge für den Garten
11. Noch einen Sitzpolsterüberzug. Jetzt sind es 5. Bei dem Tempo werde ich 2020 vielleicht fertig ;-)
12. + 13. + 14. die letzten Sitzpolsterüberzüge. Uff. Und dann habe ich noch bei einer alten Hemdbluse die Ärmelnähte (Kugel) nachgenäht.
15. Ein Brillenetui zum an die Gurten vom Rucksack hängen.
16. Acht (8) Stück Putzlappen aus alten Unterhemden
17. Schüsselhaube
18. Küchenschürze

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Re: ju näht 2018

Beitragvon ju_wien » 10.12.2018 10:27

Ich wollte den Nähblog ja eigentlich erst online stellen, wenn ich ein paar Beiträge beisammen habe, aber auf die Schrägbandeckenlösung bin ich grad so stolz, dass ich sie zeigen muss ;) https://naehen-und-schneidern.blogspot.com/

Ansonsten bin ich dabei, einen Morgenmantel zu nähen, aus einer alten Burda (10/1979) und der wird am Oberteil rundum mit Schrägband eingefasst, auch an den Armlöchern (sieht dann wie Paspel aus) und die Armlöcher sind eckig. Also vier Schrägband-Innenecken an gut sichtbarer Stelle. Für Außenecken gibt es mehr oder weniger funktionierende Anleitungen im Web, bei Innenecken wurde ich im Buch von Kunder fündig.

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Re: ju näht 2018

Beitragvon ju_wien » 14.12.2018 17:12

Ich nähe! Und zwar den bereits erwähnten Morgenmantel aus Burda 10/1979. Das Einfassen des Oberteils mit Schrägband entpuppt sich als "Haute Couture Projekt" mit viel Handarbeit ;-)

Dazwischen google ich nach Details (Eckenlösungen, Schlingenverschlüsse, wie man möglichst unsichtbar vernäht usw.) und lande dabei bei manch merkwürdigen Tipps und "Weisheiten":

Gewebte Stoffe sind nicht dehnbar und eignen sich daher nur bedingt für Kleidung. Wenn man Kleidungsstücke aus Webware herstellen möchte, müssen diese passgenau sein und über einen Reißverschluss oder eine Knopfleiste verfügen, oder aber durch ein gut sitzendes Bündchen (bei Röcken) verfügen.
- von einem Nähblog, den ich jetzt mal absichtlich nicht verlinke, weil das nicht der einzige Unsinn ist, den ich dort gelesen habe. *pfeif*

Gewebte Stoffe eignen sich nur bedingt für Kleidung. Aha. Und was haben die Menschen in den letzten paar Tausend Jahren getragen? Nackt war in kälteren Regionen ja keine realistische Option. Felle und Leder als alleinige Bekleidung kamen irgendwann aus der Mode. Aber da die Menschen vor 5000 Jahren und vor 500 Jahren und auch noch vor 50 Jahren zwar schon Webstühle und Nadeln, also auch Stoffe und Werkzeuge, um sie zu verarbeiten hatten, aber noch kein Internet, wussten sie nicht, dass gewebte Stoffe für Kleidung ungeeignet sind und haben sie einfach verwendet. : *cool*

Ja, die müssen so weit zugeschnitten werden, dass sie rund um den Körper gehen und noch ein bisschen Bewegungsspielraum bleibt. Das ist aber auch bei Strickwaren und anderen dehnbaren Stoffen sinnvoll, wenn man nicht auf Knackwurstlook steht. Und ja, die brauchen meistens einen Verschluss. Außer Reißverschluss und Knopfleiste gibt auch noch Haken und Ösen, Druckknöpfe, Bänder, Schnallen, Sicherheitsnadeln oder schöne Broschen .... Und Röcke können mit und ohne Bündchen gut sitzen.

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Re: ju näht 2018/19

Beitragvon ju_wien » 01.01.2019 18:43

Das neue Jahr ist da, die Nähliste 2018 abgeschlossen (es bleibt bei 18 Werken). Der begonnene Morgenmantel wird hoffentlich 2019 fertig. Da das Nähtagebuch noch nicht so lang ist, schreibe ich 2019 einfach hier weiter.

Die letzten Tage habe ich (neben dem Backen von Neujahrsschweinchen und von Nachschub für die Keksdosen) damit verbracht, einen Schnitt aus dem Winter-Heft 2015 von "Meine Nähmode" (Simplicity) rauszuzeichnen.
Den gleichen Mantel gibt es auch als Simplicity Einzelschnitt 7801 (https://duckduckgo.com/?q=simplicity+78 ... &ia=images). Das Heft liegt schon seit Jahren in meinem "demnächst einmal" Stapel, weil mir der große Kragen, den man auch als eine Art Kapuze hochschlagen kann, gut gefallen hat. Bisher nicht genäht, da ich erstens für riesengroße Krägen ein bisschen zu klein bin, da mir zweitens klar ist, dass die "Kapuze" Wind und Wetter nicht standhalten wird und da drittens noch kein akuter Bedarf und noch genügend andere Nähprojekte in der Pipeline.

Der Grund, warum ich jetzt zumindest einmal den Schnitt rauskopiert habe, ist eine Diskussion im großen deutschen Nähforum. Dort sucht eine verzweifelte Hobbynäherin Rat und Trost, weil die Teile irgendwie nicht zusammen zu passen scheinen. Ob sie beim Vergrößern von 44 auf 46 einen Fehler eingebaut hat oder bloß noch wenig Erfahrung mit gefütterten Jacken und Mänteln hat und daher noch nie bemerkt hat, wo da üblicherweise Zugaben eingebaut werden oder ob der Schnitt tatsächlich fehlerhaft ist, ist noch nicht ganz klar.

Meine bisherigen Beobachtungen: Die Schnittteile dürften zusammenpassen. Ganz genau weiß ich das erst später, denn

* Simplicity macht die Schnittmuster incl. Nahtzugaben (1,5 cm) und Saumzugaben (unterschiedlich und das findet man auch nur durch Nachmessen heraus, ist also fehlerträchtig). Die eigentlichen Nahtlinien musste ich mir selbst einzeichnen, was bei Wiener Nähten und sonstigen Rundungen gar nicht so einfach ist.

* Sie zeichnen auch die Passzeichen und sonstigen Markierungen ganz am Rand ein, was bei gerundeten Teilen wenig hilfreich ist, denn zusammenpassen soll das Teil ja an der Nahtlinie und die Nahtzugaben schlagen bei gerundeten Teilen mehr oder weniger Wellen, die man später durch Einknipsen und Dämpfen beseitigt.

* Im Heft werden die Anleitungsskizzen aus dem Einzelschnitt übernommen, die Markierungen im Heft sind aber (aus drucktechnischen Gründen?) anders. Man muss erst suchen und vergleichen, was jeweils gemeint sein kann.

* An einer Stelle habe ich einen definitiven Fehler gefunden: Die Markierungen für's Einhalten der Überlänge am Ärmel (um Platz für den Ellbogen zu schaffen) sind auf dem Schnitteil an der falschen Kante (vorne) angebracht. In der Anleitungsskizze sind sie richtig (hintere Kante).

Die einzelnen Schritte der Anleitung erscheinen mir nicht so unnachvollziehbar wir einige Damen beim HS24 behaupten (zu dem Modell gibt es auch zumindest einen älteren Thread mit WIP von Anfang 2016). Im Detail werde ich das natürlich erst sehen, wenn ich zuschneide und nähe ;-) Und das ist im Augenblick nicht geplant, da ich mich erst für einen Stoff entscheiden muss, denn meine teuren Schätze von Leichtfried und Otten möchte ich für ein Projekt mit ungewissem Ausgang nicht gerne opfern und gleich zu Jahresbeginn alle guten Vorsätze vergessen und beim Müller zu schauen, möchte ich auch nicht. Zuerst wird der Morgenmantel genäht! (und dann das Nähzeug verstaut, weil am Wochenende Gäste kommen).

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Re: ju näht 2018/19

Beitragvon ju_wien » 05.01.2019 15:08

Also: Der Morgenmantel ist noch nicht fertig und wird bis übermorgen verstaut, da ich das Gästezimmer für Gäste brauche, dafür habe ich für einen Bekannten eine Arbeitsjacke repariert und dabei was gelernt. Das ist so eine fest blaue Jacke, passend zum Schlosseranzug, aber winterlich gefüttert und mit auszippbaren Ärmeln, damit man sie auch als warme Weste tragen kann. Der RV war an einer Stelle ausgerissen. Der RV geht bei der Jacke nicht rund ums ganze Armloch, endet kurz vor der Achsel. Bei körperlicher Arbeit sicher praktisch, weil er so nicht drücken kann. Damit man es nicht reinzieht, hat der Ärmel an dieser Stelle eine Art Zunge, die seitlich in die Jacke gesteckt wird. So ist man auch mit erhobenen Armen noch angezogen und kann sich gleichzeitig ungehindert bewegen.

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Re: ju näht 2018/19

Beitragvon ju_wien » 14.01.2019 18:16

Der vor Weihnachten begonnene kuschelige Morgenmantel ist fertig. Fotos gibt es in den nächsten Tagen, wenn irgendwann das Licht besser ist :) Der figurnahe Schnitt des Oberteils ist kurz nach Advent und Weihnachten nicht ideal, aber bald beginnt ja die Fastenzeit ;-)

Da es so aussieht, als könnte ich in diesem Winter noch mehr kuscheliges Zeug gebrauchen, möchte ich als nächstes den grün-schwarzen Fransenstoff verarbeiten, den ich im Herbst 2017 gekauft hatte und damals sofort verarbeiten wollte. Dabei habe ich an die Jacke/Weste aus Rechtecken gedacht, aus der Jänner-Burda, ob die kurze oder die lange Version oder irgendwas dazwischen, muss ich mir erst überlegen: https://www.burdastyle.de/produkt/magaz ... -012019-DL https://www.burdastyle.de/produkt/magaz ... -012019-DL Die Verarbeitung der Ränder muss ich mir auch erst überlegen - Tresse finde ich bei Strickstoff passend, aber bei meinem Fransenstoff weniger.

Und als ich eben hier im Forum suchte, seit wann der Stoff schon abliegt, stieß ich darauf, dass ich vor Zeiten schon einen anderen Schnitt dafür herauskopiert habe viewtopic.php?f=72&t=6568&p=121548&hilit=kuschelmonster#p121548 Den Stoff habe ich jetzt wieder, der Schnitt von damals ist *irgendwo* ^^

Falls mal etwas länger die Sonne herauskommt, könnte ich auch die Bluse 108 aus der Februar Burda nähen, Stoff liegt im Wohnzimmer https://www.burdastyle.de/produkt/magaz ... -022019-DL (Beim gleichen Modell in Blitzblau sind ihnen die Säume ordentlich danebengeraten.)

Und eben habe ich gesehen, dass die "Burda easy" schon angekündigt wurde und dass die in Zukunft 4 x pro Jahr erscheint https://www.burdastyle.de/burdaeasy-ausgabe-01-2019

Meine Werke 2019:

1. Morgenmantel, Schnitt: Burda 10/1979 (Gr. 38/40), Stoff (Fleece) v. Müller, eingefasst mit hellgrünem PE-Satin von Komolka, die Knöpfe sind aus der Sammlung meiner Mutter.

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Re: ju näht 2018/19

Beitragvon ju_wien » 15.01.2019 12:59

Erste Zwischenbemerkung vom Projekt Kuschelmonster: Wenn der Stoff mindestens 150 cm breit ist (meiner ist fast 160) und man den Vorderteil mit angeschnittenen Schultern und rückwärtiger Passe nicht im Bruch, sondern mit Naht zuschneidet, braucht man für die lange Variante (#105) statt 2,20 m nur knapp 1,10 m. Da das Zeug ohnehin sehr bequem geschnitten ist, kann man an den Seitenkanten notfalls ein bisschen was einsparen, wenn die Stoffbreite nicht ausreichen sollte. Ich nähe das lange Teil schon deshalb mit Naht, weil der Fransenstoff eine Strichrichtung hat und es merkwürdig aussehen würde, wenn die am rechten Vorderteil nach unten und links nach oben oder umgekehrt gehen würde.

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Re: ju näht 2018/19

Beitragvon ju_wien » 15.01.2019 20:01

Zwischenstand: "Schnittmuster" rauskopiert (2 Rechtecke), zugeschnitten, Ripsband zum Versäubern der Kanten kaufen gegangen, alle Teile geendelt (dabei die Fransen immer schön auf die Seite geschoben), die Streifen zusammengenäht. Rest folgt morgen. Staubsaugen nachher auch. Die grünen Fransen sind überall *hehe*

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Re: ju näht 2018/19

Beitragvon ju_wien » 17.01.2019 11:18

Das Ripsband rundum festzusteppen war mühsamer als erwartet. Durch die Fransen sieht man den Stoffrand nicht gut. Der zweite Rand des Ripsbandes wird per Hand anstaffiert. (Das geht schneller, als alle Fransen unter der Maschinsteppnaht rauszuzupfen, dauert aber trotzdem ein bisschen, vor allem, wenn ich dazwischen immer wieder zum Computer gehe ^^ )

Und OT: ich möchte mir ein Nadelheft nähen/basteln, in dem ich gebrauchte aber noch gute Nähmaschinnadeln so einstecken kann, dass ich nachher noch weiß, welche eine Jersey- und welche eine Universalnadel ist und idealerweise auch die Stärke, damit ich nicht immer eine Lupe brauche. Also: eine "Seite" für Universalnadeln 60/70/80/90/100, eine für Jerseynadeln 70/80/90/(100? gibt es zwar, besitze ich auch, habe ich aber noch nie verwendet), eine für "sonstige" und eine für Handnähnadeln. Ob ich für Stretch und Microtex noch extra "Seiten" vorsehen soll, weiß ich nicht, die verwende ich nur sehr selten, Jeans- und Topstitchnadeln noch seltener.

Zur Inspiration habe ich geschaut, was google, pinterest usw finden. Die meisten Anleitungen für Nadeletuis und Nadelhefte beschreiben lang und breit, welche Blümchen, Borten, sonstigen Verzierungen sie aufgenäht haben und dann werden halt irgendwie zwei Filzrechtecke hineingesteppt, in die die Nadeln kreuz und quer gesteckt sind. Von Ordnung keine Rede, von sinnvoller Ordnung noch weniger.

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Re: ju näht 2018/19

Beitragvon ju_wien » 17.01.2019 20:41

So, das Ripsband ist rundherum anstaffiert. Die "Ärmel" mache ich morgen. (Heute keinen Geist mehr.)

Dazwischen führte und führe ich eine lustige Korrespondenz mit dem Leserservice von Burda style. Bei Gr. 40 soll das "Ärmelbündchen" lt. Angabe 38 cm lang und 9 cm breit zugeschnitten werden, worin jeweils 2 x 1,5 cm Nahtzugabe enthalten sind. Dann soll man das Bündchen zum Kreis schließen (da stehen die 1,5 cm Nahtbreite noch einmal dabei), zur Hälfte bügeln, zusammengefasst versäubern oder mit Tresse einfassen und ins Armloch nähen. Bloß ist das Armloch 41 cm lang, also um 6 cm länger als der Umfang des Ärmelbündchens. Von Dehnen steht nichts in der Anleitung und das wird auch durch die Tresse weitgehend verhindert. Außerdem sehen sowohl die technische Zeichnung, als auch die Fotos eher "gerade" aus, also nicht so, dass sich der Stoff neben dem Bündchen bauscht.

Nach 1 1/2 Tagen kam die Antwort: Das Bündchen soll doch gedehnt werden, das mit dem Einfassen sei leider missverständlich ausgedrückt. Dann schrieb die gute Damen noch, dass Bündchen "immer" gedehnt werden, damit sie am Hals schön liegen oder am Handgelenk oder unten am Shirt, um einen weiten Saum auf ein geringeres Maß zu bringen. Ähem - ja, bei T-Shirts, Sweatern, Blousons sinnvoll, aber bei diesem Modell würde ich die Seitennaht "auf ein geringeres Maß bringen" - mit dem Erfolg von Kräuselfalten zwischen Achsel und Schulter. Da bei den beiden Jacken sonst weit und breit nichts gekräuselt oder eingehalten wird, würde das genau so aussehen, wie es entstanden ist: schlecht passend *motz*

Außerdem schrieb die Burda-Dame noch was von Bündchenware und Rippenstrick - was aber beides in der Anleitung nicht vorkommt ;-) Empfohlen werden "Strickstoffe oder Jersey (stabile Qualität)", also nix, was sich ganz leicht um ca 17 Prozent dehnt.

Na gut, wie auch immer. Ich werde die Ärmelteile aus einem festen schwarzen Jerseyrest zuschneiden, der schon seit vielen Jahren in einer meiner Resteboxen liegt (daraus habe ich seinerzeit gleich 2 Kleider genäht, genauer: das selbe Modell einmal in knapp knielang und in wadenlang). Und ich werde sie so zuschneiden, dass ich sie nicht oder nur ganz leicht dehnen muss.

Und aus dem Rest von dem Kuschelmonsterstoff könnte ich mir eine Stola machen - vielleicht in dieser Art https://www.burdastyle.de/produkt/nah-a ... -112013-DL (Heft November 2013) oder mit gerundeten Schultern, wie ein Mini-Cape. [*]

Außerdem bekomme ich morgen den neuen "Hofenbitzer" Band 1, 2. Auflage. Darauf bin ich schon sehr neugierig!

[*] Nachgetragen https://www.burdastyle.de/produkt/magaz ... -102015-DL (Okt. 2015)

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Re: ju näht 2018/19

Beitragvon ju_wien » 22.01.2019 10:03

Zählt abgerissene Knöpfe wieder annähen auch als nähen?

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Re: ju näht 2018/19

Beitragvon ju_wien » 24.01.2019 19:15

Aus "morgen" (18.) wurde heute (24.) ;-) Aber egal, ich habe eben die Ärmelbündchen eingenäht und damit ist die "Jacke" fertig. Meine Bündchen sind so lange wie der Schlitz (41 cm + NZg zugeschnitten) und das ist jedenfalls *nicht* zu lang, im Gegenteil: für den Tragekomfort könnten sie länger (weiter) sein, denn ich habe darunter ja einen Rollkragenpulli an und der Armausschnitt mit den Bündchen ist beim Tragen oberhalb des Ellenbogens und verläuft steil schräg über den Oberarm. 35 cm netto, wie in der Anleitung, wären viel zu eng.

Also:

Meine Werke 2019:

1. Morgenmantel, Schnitt: Burda 10/1979 (Gr. 38/40), Stoff (Fleece) v. Müller, eingefasst mit hellgrünem PE-Satin von Komolka, die Knöpfe sind aus der Sammlung meiner Mutter.

2. Strickjacke, Schnitt: Burda 1/2019 (Gr. 40), Stoff (petrolfarbener Jersey mit Fransen) von Müller (2017 gekauft), versäubert mit Ripsband (dazu gekauft), Ärmelbündchen aus schwarzem Jersey (Rest von 2 Kleidern aus den 1990er Jahren).

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Re: ju näht 2018/19

Beitragvon ju_wien » 25.01.2019 12:19

Ganz außerplanmäßig ist heute vormittag ein Patchworktopflappen entstanden. Eine Schulfreundin von mir hat bei mir zwei Diwanpolster aus aufgetrennten Leinenhosen genäht (erste freiwillige Näharbeit seit dem mäßig inspirierenden Handarbeitsunterricht vor 50 Jahren) und die Reste dagelassen. Da dachte ich mir: daraus geht doch noch etwas!

4241


Nebenbei: mein erstes vollendetes Patchworkprojekt ever! (An der Rückseite muss ich die Einfassung an 2 Stellen mit der Hand ansäumen, wo ich mit der Maschine knapp daneben gelandet bin, aber insgesamt bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden.

Meine Werke 2019:

1. Morgenmantel, Schnitt: Burda 10/1979 (Gr. 38/40), Stoff (Fleece) v. Müller, eingefasst mit hellgrünem PE-Satin von Komolka, die Knöpfe sind aus der Sammlung meiner Mutter.

2. Strickjacke, Schnitt: Burda 1/2019 (Gr. 40), Stoff (petrolfarbener Jersey mit Fransen) von Müller (2017 gekauft), versäubert mit Ripsband (dazu gekauft), Ärmelbündchen aus schwarzem Jersey (Rest von 2 Kleidern aus den 1990er Jahren).

3. Patchworktopflappen

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