2 Fotos von dem Drama:
riss-2.jpg
riss-1.jpg
Auf dem einem sieht man einen Reparaturversuch von jemand anderem. So hatte ich es zunächst auch geplant: den Hohlsaum knapp zusteppen. Allerdings gibt es da ein Problem oder auch mehrere: Neben dem Hohlsaum ist nur ganz wenig Platz, die Nahtzugabe wird also nahezu Null. Das hält genau bis zum nächsten Anziehen

Direkt daneben liegt der Saum und das Leinen ist deutlich dicker und fester als die Hohlsaumborte. Da drüber zu nähen sollte ich tunlichst vermeiden, weil es erstens hässlich aussieht und zweitens wahrscheinlich gar nicht funktioniert. (Ich habe gestern Stecknadeln durch die Lagen gesteckt und dabei bemerkt, wie schwer das geht.)
Plan B ist also: Die Hohlsaumborte raustrennen, einen anderen Stoffstreifen einsetzen und dann ev. noch irgendwas mit Zierstich drüber nähen. In meinen Resten fand sich ein Stück von einem Polsterüberzug, das farblich zum Oberteil des Kleides passt (und schon vielfach gewaschen ist, sich also nicht mehr verändern wird). Daraus will ich Streifen schneiden. Der Weg dahin ist allerdings auch nicht ganz unmühsam: die Borten sind so untergesteppt, wie das ordentliche Weißnäherinnen vor 100 oder 150 Jahren eben gemacht haben: an jeder Seite zweimal (damit die Nahtzugaben verdeckt sind) und mit Ministichen (1 mm und kürzer). Da macht Auftrennen Spaß

Ein Viertel habe ich schon geschafft.
Die Borte dürfte übrigens handgestickt sein. Es gibt keine Verbindungsfäden zwischen den einzelnen Punkten.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.